Vielfalt und Inklusion: News aus unserem Nachhaltigkeitsteam

Nachhaltigkeit wird im Spenerhaus groß geschrieben. Die soziale Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Mitarbeitenden hat hier eine besondere Rolle. Wir unterhalten uns heute mit Tanja Eckelmann, Leiterin des Spenerhauses.

 

Frau Eckelmann, Sie verstehen sich als verantwortungsvollen, sozialen Arbeitgeber?

Ja, denn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für den Erfolg des Spenerhauses von ganz entscheidender Bedeutung. Die Hotellerie ist ein „People Business“ und daher sind wir alle jeden Tag aufs neue gefordert. Diese Herausforderung lässt sich nur mit einer starken Unternehmenskultur bewältigen. Wir sind überzeugt, dass wir unsere Ansprüche im Alltag nur leben können, wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begeistert sind und wertgeschätzt werden. Vielfalt und Inklusion sind in unserer Unternehmenskultur schon lange fest verankert und spiegeln sich in unserem täglichen Miteinander wieder.

Sie haben trotzdem kürzlich eine Weiterbildung zur Diversity-Trainerin absolviert. Wie fühlt sich das an?

Großartig! Weiterbildung muss grundsätzlich sein. Das gilt für die Führungskräfte und Mitarbeitende gleichermaßen. Nach 80 Ausbildungsstunden freue mich nicht nur über das Zertifikat, sondern über viele schöne Begegnungen und nachhaltigen Erfahrungen. Ich habe ein noch stärkeres Bewusstsein für Vielfalt und den damit verbundenen Chancen und Perspektiven für mich persönlich, aber vor allem auch für die Leitung des Spenerhauses entwickeln können.
Die Fähigkeit, soziale und kulturelle Sensibilität gegenüber unserer Belegschaft, Gästen und Netzwerk-Partnern zu zeigen, ist ein Aspekt, der durch den gesellschaftlichen Wandel zunehmend in den Fokus von Unternehmen rückt. Die Vielfalt beschränkt sich dabei nicht nur auf Geschlecht, Alter und nationale Herkunft. Sie beinhaltet auch die konsequente Berücksichtigung von Menschen, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen geistigen und körperlichen Fähigkeiten, ihrer Religion und Weltanschauung und ihrer sozialen Herkunft und ihrer sexuellen Orieentierung voneinander unterscheiden. Der Mensch ist halt sehr vielfältig und sollte so auch wahrgenommen werden. Privat und im Beruf.

Was bewirkt Diversität in der Arbeitswelt?

Als Erfolgsfaktor ist Vielfalt in der modernen Arbeitswelt immer stärker verankert. Ein wertschätzender und respektvoller Umgang ist aber nicht nur für das Unternehmen selbst wichtig, sondern wir wollen den Menschen mit seinen individuellen Persönlichkeitsmerkmalen akzeptieren und entsprechend seiner Stärken fordern und fördern.

Angesichts des Fachkräftemangels in der Hotellerie und Gastronomie werden Vielfalt und Inklusion für unsere Branche in Zukunft zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Die umfassende Integration verschiedener Geschlechter und Altersgruppen sowie Beschäftigter unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft stärkt nicht nur das Image des Spenerhauses, sondern erhöht auch die Bindung unserer Mitarbeitenden und steigert deren Leistungsbereitschaft sowie ihre Innovationskraft.

Quelle Grafik: Living Diversity, Berlin (auf Basis des Modells „4 LayersofDiversity“ nach Gardenswartz und Rowe)

Diversität im Spenerhaus – wie sieht das konkret aus?

Wie gesagt, das Thema Vielfalt ist im Spenerhaus nicht wirklich neu. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus ganz unterschiedlichen Nationen und aus unterschiedlicher sozialer und religiöser Herkunft. Frauen und Männer aus allen Altersschichten unterschiedlicher sexueller Orientierung. Es ist uns darüber hinaus ein großes Anliegen geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Familie und Beruf kompatibel bleiben und wir eine gesunde Work-Life-Balance schaffen. Betriebsangehörige arbeiten in Teilzeit und/oder Vollzeit, nehmen an Aus- und Weiterbildungsangeboten teil.
Aber: Wir können nicht automatisch voraussetzen, dass wir, und damit meine ich unseren Arbeitgeber, den Evangelischen Regionalverband, die Leitung unseres Wirtschaftsbetriebes und die gesamte Belegschaft, dass wir die Bedeutung von Vielfalt am Arbeitsplatz wirklich kennen oder verstehen, geschweige denn, wie man eine diverse Gruppe von Menschen einstellt, leitet und fördert.
Die Planung von kulturellen Sensibilisierungstrainings ist ein guter erster Schritt. Wir müssen lernen diskriminierungsfrei zu kommunizieren und die Vielfalt immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen, da jedes Teammitglied verschiedene Hintergründe, Perspektiven und Erfahrungen einbringt. Diese einzigartigen Standpunkte haben einen großen Einfluss auf das große Ganze, schaffen eine positive Arbeitsatmosphäre und soziale Zugehörigkeit. Gelebte Diversität gestaltet eine gesunde und nachhaltige Zukunft für uns alle.

Die Herausforderungen, die Probleme?

Menschen erleben die Welt, in der wir leben und arbeiten auf sehr unterschiedliche Art und Weise.  Menschen haben unterschiedliche Identitäten. Sie kommen aus verschiedenen Gemeinschaften. Es geht in erster Linie darum, diese Unterschiede zu verstehen, anzuerkennen und letztendlich zu würdigen. Und das ist die größte Herausforderung. Daher ist es unsere Aufgabe, eine Kultur der Eingliederung und Zugehörigkeit zu etablieren und Räume zu öffnen, in dem Mitarbeitende wissen, dass sie gehört, anerkannt, geschätzt und unterstützt werden.

 

Vielen Dank für das Gespräch Frau Eckelmann.

Juli 2022