BLITZ-INTERVIEW mit Tanja Eckelmann, Leiterin des Spenerhauses, Hotel und Tagungszentrum im Herzen von Frankfurt!

Frau Eckelmann, seit Oktober 2010 haben Sie den Auftrag, das Spenerhaus in Trägerschaft des evangelischen Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach zukunftsweisend zu entwickeln und wirtschaftlich erfolgreich zu führen. Wie macht frau eigentlich so etwas– reicht da Gottes Segen?

(lacht!) Unser tägliches Handeln ist basiert auf der Vision eines werteorientierten, nachhaltig ausgerichteten Hotel- und Tagungsbetriebes, welcher Menschen – in allen ihren Facetten – in den Mittelpunkt seines Handelns stellt. Wir sind professionelle Gastgeber mit Leib und Seele.Wenn dies mit dem Segen Gottes bedacht sein sollte, dann ist das bestimmt nicht von Nachteil.

Was ist das besondere, das unverwechselbare am Spenerhaus?

Gastlichkeit in einem guten Geist verspricht der Innenhof des Dominikanerklosters

Zunächst die besondere Infrastruktur bestehend aus Tagungshotel, Kloster und Kirche. Mit insgesamt 1530 qm. 

Veranstaltungsfläche verteilt auf 18 Tagungsräume ist das Spenerhaus im Herzen der Frankfurter Altstadt ein besonderer Veranstaltungsort. Wir vereinen eine Kombination aus modernster Technik, professionellem Service und traditionellem Ambiente. Darüberhinaus empfehlen wir uns über ein hohes Maß an Gastlichkeit mit unseren unvergesslichen Mitarbeitenden. Unser Nachhaltigkeitskonzept mit einem zukunftsorientiertem Umweltmanagementsystem ist als weiteres Alleinstellungsmerkmal im Markt zu sehen.

Das Refektorium im Kloster ist das Schmuckstück des Spenerhauses

Welche Gäste, welche Kunden besuchen das Spenerhaus?

Wir sind verlässlicher Partner für die evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach einerseits, andererseits professioneller Veranstalter für Wirtschafts, Politik und Wissenschaft.

Vertreter von Kirche, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft schätzen die besondere Atmosphäre der HeiligGeistKirche

 

 

In der Hotellerie erfreuen wir uns zunehmend über ein internationales Publikum, welches Städte-und Kulturreisen und unser Preis/Leistungsverhältnis mit der 1A-Lage schätzt.

Ihre Zeit ist knapp – daher geben wir Ihnen ein paar Stichworte, auf die Sie bitte kurz und spontan eingehen möchten!

Mitten in Frankfurt…..und doch so ruhig!

Geruhsamer Schlaf im Herzen von Frankfurt

Gastlichkeit in einem Guten Geist…..mehr als ein Slogan!Unser tiefster Anspruch an unsere tägliche Arbeit!

Schöpfung bewahren…unser christlicher Auftrag und Verpflichtung für unsere tägliche Arbeit.

Gastlichkeit für Mensch und Natur….spiegelt unseren Anspruch als nachhaltig ausgerichtete Gastgeber wieder. “Gastlichkeit für Mensch und Natur” titeln auch unsere Nachhaltigkeitsberichte.

Stolz präsentiert Tanja Eckelmann den 2. Nachhaltigkeitsbericht „Gastlichkeit für Mensch und Natur“

Lust auf besser lebentreffender hätte sich
Labl. Frankfurt nicht benennen können!
Wir engagieren uns gerne in diesem innovativen,
kommunalen Nachhaltigkeitsnetzwerk.

Der Grüne Hahn ist in der freien Wildbahn nicht wirklich anzutreffen und heißt in den südlichen Landeskirchen „grüner Gockel“.
Er bildet für uns, gemeinsam mit EMAS das Gerüst unseres Umweltmanagementsystems.

Lebensmittelverschwendung….ist für uns in ethischer und ökonomischer Hinsicht nicht hinnehmbar.
Wir sind ständig bemüht unsere operativen
Prozesse diesbezüglich entsprechend zu analysieren und zu verbessern.
Unterstützung erfahren wir hierbei durch unsere Netzwerkpartner. Besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei Foodsharing e.V.

Gegen Lebensmittelverschwendung in Partnerschaft mit Foodsharing e.V.

Gestalten statt verwalten…. Mein „spezielles“ Credo, welches ich auch an mein Team weitergebe.Dies erfordert von jedem Einzelnen Mut. Mut, „Neues“ auszuprobieren, sich persönlich einzubringen,

Entscheidungen zu treffen und Gestaltungs Räume „zu besetzen“.
Wie könnten wir sonst unsere Gäste immer wieder aufs Neue begeistern und verzaubern?

Gestalten statt verwalten, so das persönliche Credo von Tanja Eckelmann – Leiterin des Spenerhauses

Mitarbeiter.arbeiten gemeinsam an der Realisierung unserer Ziele und Visionen. Sie bringen ihre persönlichen Stärken in unseren Wertschöpfungsprozess ein und fördern sich in ihren –vermeintlichen- persönlichen Schwächen.

 

Arbeitgeber….geben nicht nur Arbeit, sondern gestalten –gemeinsam mit ihren Mitarbeitern- die Rahmenbedingungen innerhalb derer zusammen gearbeitet wird . Außerdem sind sie –wie Mitarbeiter auch-einzigartige Individuen mit persönlichen Stärken und Schwächen.

Ihr persönlicher Lieblingsort…. unser Speisesaal mit Blick in den Klosterhof!

Der Speisesaal im Kloster mit Terrasse im Klosterhof

Vielen Dank für Ihre Zeit und das Gespräch, Frau Eckelmann 

Das Spenerhaus, November 2019

 

 

GASTLICHKEIT FÜR MENSCH UND NATUR: Druckfrisch und klimaneutral – der 2. Nachhaltigkeitsbericht mit knapp 30 Seiten liegt jetzt vor. Heute erfolgte die persönliche Übergabe der Druckexemplare an Tanja Eckelmann, Leiterin des Spenerhauses durch Dr. Alexandra von Winning von Lust auf besser leben als Kooperations- und Netzwerkpartner.

GASTLICHKEIT FÜR MENSCH UND NATUR! Der 2. Nachhaltigkeitsbericht liegt vor! Foto: Dr. Alexandra von Winning von lust auf besser leben (links) und Tanja Eckelmann, Leiterin des Spenerhaus

 

2 Jahre sind seit unserem letzten Nachhaltigkeitsbericht vergangen. In dieser Zeit haben wir weiter intensiv an der Fragestellung gearbeitet, wie wir wirtschaftliches Handeln und die Bewahrung der Schöpfung in Einklang bringen können. Ausgehend von dem Begriff “WERT-Schätzung” haben wir den Dialog mit unseren Gästen, Mitarbeitern und Lieferanten intensiviert. “Welche Dinge gilt es WERT-zu-schätzen?”, “Was ist euch WERT-voll?”, “wie möchtet ihr WERT-volles behandelt wissen?”, so Tanja Eckelmann in ihrem Vorwort.

 

 

30 Seiten Nachhaltigkeit: druckfrisch & klimaneutral!

Der 2. Nachhaltigkeitsbericht gibt einen umfänglichen Einblick in bisher Erreichtes sowie die nachhhaltige Entwicklung der Zukunft in den jeweiligen Handlungsfeldern. Auf den erreichten Fortschritten möchte sich das Spenerhaus natürlich nicht ausruhen. Die Meilensteine verstehen wir vielmehr als Ansporn dafür, uns weiter für nachhaltige Gestaltung unseres Hotel- und Tagungszentrum in Fankfurt am Main einzusetzten. Getreu unseres Mottos: “Eine den Menschen und der Umwelt dienende, herzliche Gastlichkeit ist unser Ziel!”

 

Für unsere Gäste im Hotel und Tagungszentrum liegt ein persönliches Exemplar an unserer Rezeption aus! Online zum Downloaden finden Sie die Nachhaltigkeitsberichte unter

https://www.spenerhaus.de/unser-umweltmanagementsystem/

Herausgeber des Nachhaltigkeitsberichtes ist der Evangelische Regionalverband Frankfurt und Offenbach.

Über Lust auf besser leben!

Das Spenerhaus ist Botschaft von lust auf besser leben

“Wir möchten die globalen Nachhaltigkeitsziele bis 2030 alltagstauglich machen. Deshalb fördern wir als gemeinnütziges Unternehmen mit unseren Angeboten im ideellen und Dienstleistungsbereich nachhaltiges Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft – unabhängig und lokal verwurzelt in Frankfurt”, so Alexandra von Winning.

“Wir unterstützen eine nachhaltige Entwicklung vor Ort durch unseren Webguide für nachhaltiges Leben und Einkaufen, durch Kampagnen in den Bereichen Quartiers- und Regionalentwicklung, Konzepte und Projekte zu Themen wie „Inklusion“, „Plastikfrei“ oder „Klimaschutz“ ebenso wie mit „Good Growth“ – unser Beratungs- und Bildungsportfolio mit besonderem Schwerpunkt auf beteiligungsorientierte Prozesse.”
Februar 2019

Seit 2005 bezieht das Spenerhaus Kaffee, Tee- und Schokoladenspezialitäten von der GEPA Fair Trade Company. Heute sind wir im Gespräch mit Frau Petra Münchmeyer, stellvertr. Vertriebsleiterin, Key Account Managerin Außer-Haus-Service der GEPA – Fair Trade Company!

 

Frau Münchmeyer: Was können wir nach der nun fast 15-jährigen Zusammenarbeit Ihrer Meinung nach optimieren?

Petra Münchmeyer, stellvertr. Vertriebsleiterin, Key Account Managerin Außer-Haus-Service der GEPA (Foto: GEPA/C.Schreer)

“Das Spenerhaus ist einer unserer Vorzeigekunden. Hier wird ja schon sehr lange mit Herzblut gelebt und die GEPA-Produkte werden schon lange eingesetzt. Immer wieder werden neue Dinge ausprobiert. Einen angenehmeren Kunden kann ich mir nicht wünschen und die persönliche Beziehung zu Frau Eckelmann und Ihrem Team passt einfach. Ich sehe hier nicht mehr viele Optimierungs-Möglichkeiten.”

Herzlichen Dank dafür, das freut uns sehr ! Vielen Menschen ist „GEPA“ ein Begriff. Die wenigsten kennen aber den Ursprung! Wie kam es zu dem Namen?

Die Geburtsstunde der GEPA war am 14. Mai 1975 als der Gesellschaftsvertrag vom Kirchlichen Entwicklungsdienst (KED), Misereor und der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Dritte Weltläden unterzeichnet wird. Die GEPA ist weiterhin kirchlich getragen: MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Der Name GEPA steht für Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt.

GEPA – The Fair Trade Company gilt laut Wikipedia als der größte europäische Importeur fair gehandelter Lebensmittel und Handwerksprodukte aus den südlichen Ländern der Welt. „Südlicher Länder“? Stimmt das so, was müssen wir uns darunter vorstellen? Welche Produkte, welche Länder?

Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Wichtigstes Absatzprodukt sind nach wie vor Kaffee und Schokolade. Weitere Produkte sind beispielsweise Tee, Honig, Wein, Saft, Nüsse, Reis, Nudeln. Aus Deutschland beziehen wir fair gehandeltes Miclhpulver für unsere Schokoladen von den Milchwerken Berchtesgardener Land.

Wie lauten die wesentlichen Kernziele der GEPA?

Erstens: Benachteiligte Produzentengruppen im Süden fördern! Zweitens: Verbraucher im Norden zu einem anderen Einkaufsverhalten und einem anderen Lebensstil motivieren!, Drittens: Welthandelsstrukturen durch konkrete Alternativen, Lobbyarbeit und politische Arbeit beeinflussen und verändern. Wir möchten in Zukunft hierfür wieder politischer werden. Mit allen Mitgliedern des Forums Fairer Handel setzt sich die GEPA dafür ein, dass die Bundesregierung die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen in globalen Lieferketten jetzt verbindlich festschreibt und begrüßt auch die Initiative des Bundesentwicklungsministeriums zu einem Wertschöpfungskettengesetz.

Ist GEPA ein gewinnorientiertes Unternehmen oder sprechen wir von einer Non-Profit-Organisation?

Die GEPA ist eine GmbH. Wir müssen uns selbst tragen und erhalten keine Zuschüsse. Profit steht nicht im Zentrum ihres Handelns und von den Gesellschaftern werden keine Gewinne entnommen.Der Anspruch der GEPA ist, wirtschaftlich zu handeln und gleichzeitig Zeichen zu setzen für eine andere Weltwirtschaft.

Was zeichnet die GEPA Produkte im Besonderen aus?

Bio und fair: Rund 84 Prozent unserer Produkte sind aus geprüft ökologischem Anbau. Zukunft für Kinder: Bessere Chancen für Kinder durch besseren Verdienst der Eltern. Hoher Fair Handelsanteil: Unsere Mischprodukte wie Schokolade und Dragees haben einen sehr hohen Fair Handelsanteil. Viele GEPA-Schokoladenprodukte enthalten bereits zu 100 % fair gehandelte Zutaten. Was drauf steht, ist drin: Die Rohwaren, die wir fair eingekauft haben, sind auch nachweislich im Produkt enthalten. Unser Beitrag zum Klimaschutz: Unseren CO2-Verbrauch lassen wir messen und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz bei unseren Handels-partnern im Süden. Bei unserem Partner ATC auf den Philippinen wurden mehr als 40.000 Bäume gepflanzt. Kooperation mit der Klimakollekte: Die Emissionen des Schiffstransportes unseres Kaffeesortimentes kompensieren wir über die Klimakollekte und finanzieren energieeffiziente Öfen bei unserem Kaffee-Partner KCU in Tansania. Handelspartner-Fonds: Die GEPA hat seit 2017 für ihre Partner einen Fonds eingerichtet, mit dem Kleinprojekte bei den Handelspartnern gefördert werden können (u.a. Klimaschutz-, Menschenrechts- und Bio-Umstellungsprojekte). Heimkompostierbare Innenfolie bei GEPA-Schokoladen.

Was bedeutet Fair Trade plus als hauseigenes Gütesiegel? Ist dieses eine Marketingmaßnahme der GEPA, um sich vom wachsenden Wettbewerb innerhalb des Fairen Handelns abzusetzen. Oder steckt mehr dahinter?

100% fairer Handel garantiert GEPA Fair Plus!

Fair plus“ ist ein Zusatzzeichen zum GEPA-Logo. Die GEPA ist eine Handelsmarke.fair plus“ heißt für uns: Wir leisten in vielen Bereichen mehr, als die allgemeinen Fair-Handelskriterien verlangen. Die GEPA betreibt zu 100 Prozent Fairen Handel – im Gegensatz zu Mitbewerbern, die nur einen Teil ihres Sortiments zu fairen Bedingungen anbieten. Fairer Handel ist also einziger Unternehmenszweck. Sie hat sich ebenfalls nach dem Garantie-System der WFTO (World Fair Trade Organization) überprüfen lassen.
Damit unterscheidet sie sich von Unternehmen, die nur einige wenige Produkte ihres Sortimentes zu international anerkannten Fair-Handelskriterien anbieten.Zum Vergleich: Würden sich Konzerne nach dem WFTO-Guarantee-System überprüfen lassen, müssten alle ihre Produkte nach den zehn Grundprinzipien der WFTO hergestellt werden. Nicht nur das: Die gesamte Unternehmenstätigkeit müsste diesen Kriterien entsprechen. So müsste der Konzern faire (z.B. tarifgebundene) Gehälter zahlen, Betriebsräte erlauben und den Arbeitnehmer/-innen Weiterqualifizierungsmöglichkeiten bieten.Näheres zu Fair plus-Zeichen unter:

Wofür steht die GEPA heute im Vergleich zu den Anfängen?

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2014 für GEPA!

Die GEPA ist inzwischen die Marke des Fairen Handels und dafür vielfach ausgezeichnet worden, u.a. als „Deutschlands nachhaltigste Marke“ (Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2014). Seit Anfang der 90er-Jahre ist sie neben den Weltläden auch im Lebensmittelhandel, Bio- und Naturkosthandel sowie im Außer-Haus-Bereich.

 

Welche Rolle spielen heute noch die Weltläden? Wie viele Weltläden gibt es in Deutschland, welcher gehören originär zu GEPA? Sind Sie in Frankfurt vertreten?

Weltläden sind nach wie vor die ideelle Säule des Fairen Handels und unverzichtbar für die GEPA, insbesondere ihre inhaltliche Arbeit, den Gedanken des Fairen Handels zu vermitteln. Es gibt heute rund 800 Weltläden und 100.000 Ehrenamtliche. Die GEPA hat keine eigenen Weltläden. In Frankfurt vertreibt beispielsweise Weltladen Bornheim GEPA-Produkte.

Weltladen in Frankfurt/Bornheim auf der Berger Straße

Worauf sind Sie stolz?

Wir sind Pionier im Fairen Handel. Die GEPA hat seit ihrer Gründung 1975 nichts von ihrer Innovationskraft eingebüßt. „Fair“, „nachhaltig“ war sie schon immer, lange bevor beides „salonfähig” war. Bereits 1977 verpflichtete sie sich mit eigenen Kriterien zur sozialen und umweltverträglichen Produktion. Kampagnen wie „Jute statt Plastik“ haben Zeitgeschichte geschrieben. Heute verbindet die GEPA Solidarität mit Qualität: GEPA-Kaffees gehören zu den besten des Landes. 2011 stellte die GEPA unter dem Motto „Rundum fair: Süd trifft Nord“ Schokolade mit fairer Milch vor. Die GEPA hat die Messlatte immer höher gelegt, geht mit ihrer Fair plus-Strategie oft über die internationalen Standards des Fairen Handels hinaus.

Wie sieht die Zukunft aus? Haben Sie konkrete Maßnahmen geplant?

GEPA-Geschäftsfüher Peter Schaumburger bei der Eröffnung von „The Good Coffe“-Cafe in Frankfurt

Wir haben unser Teesortiment komplett überarbeitet. Trotz einer zunehmenden Anzahl von Mitbewerbern sehen wir für uns noch großes Wachstumspotenzial, denn es entwickelt sich gerade eine ganz neue Teekultur in Deutschland. In den Großstädten entstehen neue Teehäuser, die einen Teekonsum jenseits des Teebeutels zelebrieren.Wir haben dafür die entsprechende Teekompetenz und können im Sinne unserer Handelspartner auch größere Mengen absetzen, um deren Lebensbedingungen zu verbessern. Deshalb möchten wir unsere Position in diesem Segment deutlich ausbauen und dies durch massive Kommunikation in den kommenden Jahren begleiten. Tee soll hier unser drittes Standbein werden nach Kaffee und Schokolade. TPI ist für uns dabei der wichtigste Partner. Wir möchten mit Kaffee neue Vertriebswege erschließen, zum Beispiel im Buchhandel. Wir möchten eigene Cafés starten. Beispiel: „The Good Coffee“ – die GEPA hat sich an Cafés der AwakeSocial Coffee Company in Mainz und Frankfurt beteiligt –im Juni wurden die Cafés mit einem neuen Café-Konzept unter Marke GEPA eröffnet.

In unserem Tagungs- und Veranstaltungsbereich kommen ebenfalls nur GEPA-Spezialitäten zum Einsatz. Wie setzt sich hier das Sortiment zusammen. Was sind die Bestseller?

Das Spenerhaus setzt auf Caparica Filterkaffee in seinem Tagunszentrum

Einer unserer am besten verkaufen Kaffees in diesem Segment ist der Caparica Filterkaffee, der ja auch im Spenerhaus eingesetzt wird. Für Vollautomaten eigenen sich hier besonders die Espressi-Sorten Fuego und Marina, sowie als Kaffee Crema unser Grano und Rico. In diesem Geschäftsbereich wird auch sehr viel Tee umgesetzt, der seit Mai dieses Jahres im kompostierbaren Teekuvert angeboten wird.

Neben den Kaffee- und Tee erfreuen sich unsere Gäste auch an den GEPA-Schokoladenspezialitäten. Was ist das Besondere an GEPA-Schokolade?

Wir zahlen Preise deutlich über Weltmarkt und Fairtrade-Standards hinaus. Beispielweise haben wir letztes Jahr bis zu 79 Prozent über Weltmarktpreis gezahlt. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern in der Branche wenden wir also trotz des höheren Mehraufwands keinen Mengenausgleich an. D.h. die zu fairen Bedingungen produzierten Kakaobohnen sind auch tatsächlich in der Schokolade enthalten (s. unseren Slogan „Von der Bohne bis zur Tafel fair“). Über 90 Prozent unserer Schokoladen sind biozertifziert, viele tragen außerdem das Naturland Zeichen. Faire Bio-Alpenmilch und faires Bio-Palmfett in unseren gefüllten Schokoladen sorgen für Fair Handelsanteile bis zu 100 Prozent.

Der echte Nikolaus von GEPA: Bio-Vollmlichschokolade

Wir lassen unsere Schokoladen sorgfältig conchieren. So können wir auf Emulgatoren wie Soja-Lezithin verzichten, die gentechnisch verändert sein können. Die Innenwickel unserer Schokoladenfolie sind neuerdings heimkompostierbar. Die GEPA Kakaobutter wird entweder aus GEPA-Bohnen hergestellt oder als Halbfertigerzeugnis aus dem Ursprung von ElCeibo in Bolivien importiert.

Sind die weiteren Produkte aus Ihrem Sortiment wie z B. Getreideprodukte oder auch Bio-Limonaden nicht für die Gastronomie bzw. für den Außer Haus Service geeignet?

Unsere Getreideprodukte können sehr gut im Außer-Haus-Bereich angeboten werden. Der verkaufsstarke Hom Mali Reis ist auch im 5kg Gebinde erhältlich. Die Bio-Limonaden sind äußerst lecker, hier arbeiten wir gerade an einem verbraucherfreundlichen Pfandsystem.

Das letze Mal war GEPA im Rahmen ihrer Pressekonferenz „Von der Bohne bis zur Tafel fair “ zu Gast im Spenerhaus. Wann beehren Sie uns wieder?

GEPA-Pressekonferenz im Spenerhaus: „Von der Bohne bis zur Tafel fair!“ mit Tanja Ecklemann, Leiterin des Spenerhaus (2.v.l. im Bild)

In der Tat hatten wir schon länger keine Tagung mehr bei Ihnen im Haus, aber dies ist ein guter Hinweis darüber nachzudenken. Aufgrund der ausgezeichneten Gastfreundschaft und der optimalen und zentralen Lage des Spenerhauses freuen wir uns immer, wenn wir bei Ihnen zu Gast sein dürfen.

Wir freuen uns darauf! Zunächst ganz herzlichen Dank für das Gespräch, liebe Frau Münchmeier!